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Bild des Monats

Muotatal; Foto: Erwin Gubler

Aus alter und neuer Zeit

(Aus dem Muotathaler Zirk Nr. 12 Oktober 2001)

Eine Zeitreise von einem bis zu 300 PS

Im Juni dieses Jahres wurde erneut der Busfahrplan der Auto AG Schwyz gewechselt, und zum ersten Mal wurde für die Strecke Muotathal-Schwyz der Halbstundentakt eingeführt, dies zu den Stosszeiten des Tages. Speziell wurde auch ein Fahrplan für das Wochenende und die Feiertage zusammengestellt.

Zu diesem Anlass wollten wir vom Zirk in der Geschichte zurückgehen und zu den Anfängen kommen, als es noch keinen Bus, noch keine Autos oder Taxis gab. Die einzige mobile Verbindung der Muotathaler Einwohner mit der «Aussenwelt» war die Postkutsche...

Von Martina Schelbert und Julia Gwerder

Auto AG Schwyz

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterGründung der Auto AG Schwyz
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Mit der Pferdepost ins Thal

Pferdepost um 1905
Pferdepost um 1905

Wir wollten uns auch einmal in die Zeit zurück versetzen, als man noch kein Geld für die Postkutsche hatte und machten uns zu Fuss auf den Weg nach Schwyz.

Ein einmaliges Erlebnis, wo man lange über die Geschichte unseres Postautos diskutieren kann...
Damals, von 1882 bis 1922, verkehrte die Eidgenössische Pferdepost von Schwyz ins Thal, und Georg Anton Schelbert (z'Längä Jöretönel) führte die Jahreskurse.

Im Sommer fuhr jeweils ein Zweispänner mit sechs bis sieben Plätzen, und im Winter spannte man die Pferde vor einen Schlitten mit vier bis fünf Plätzen.

Der Preis für die anderthalbstündige Fahrt betrugt 18 bis 20 Franken. Nur wohlhabende Leute konnten sich so etwas leisten, wie zum Beispiel der Pfarrer. Da ging man doch lieber den zweieinhalbstündigen Weg zu Fuss nach Schwyz.

Die müden Pferde der Postkutsche wurden früher im Stall, wo das Restaurant Rössli bis vor kurzem stand, und im jetzigen Hotel Post ausgewechselt.

Um solche Informationen überhaupt zu bekommen, befragten wir einen ehemaligen Buschauffeur der Auto AG Schwyz, z'Rösslis Adolf sen. (Jahrgang 1935, wurde letztes Jahr pensioniert), dessen Grossvater Postillion war und 18 Pferde besass.

Früher gab es noch keine Teerstrassen, und der Weg nach Schwyz war demnach sehr «rumpelig», unbequem und lange. Wenn man heute in den Bus steigt, setzt man sich hin und geniesst die rund 20-minütige Fahrt.

Mit der Postkutsche hingegen konnte man froh sein, wenn sich nicht noch ein Rad lockerte und sich loslöste. Der Weg war noch uneben, eng und gerade beim «Horärank» ziemlich gefährlich. Als man später begann, vermehrt mit den Autos ins Muotathal zu fahren, wurde zur Sicherheit die Strasse verbreitert und natürlich auch geteert.