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Geologie
Geologisch betrachtet liegt das Muotatal im Bereich der nördlichen Kalkalpen, den sogenannten Helvetischen Decken. Diese Kalkgesteine unterscheiden sich stark bezüglich Härte und Löslichkeit; entsprechend ergaben sich durch die Witterungseinflüsse unterschiedliche Berg- und Landschaftsformen. Die grossen Karstgebiete der Bödmeren-Silberen-Charetalp und der Höhlenreichtum zwischen Pragel und Bisistal, allen voran das Hölloch, sind dadurch bedingt. Zu einem guten Teil dafür verantwortlich sind auch die hohen Niederschlagsmengen im Muotatal. So betragen die Jahresdurchschnitte in Schwyz 160cm und in Muotathal selbst 205cm. Auf der Glattalp sind es 270cm und im Gebiet des höchsten Schwyzer Berges Bös Fulen rund 3m 20cm! Als Vergleich: Bern 110cm. Die Winter sind folgerichtig schneereich und lang im Muotatal. Die Glattalp kann zudem mit einem Kälterekord aufwarten, der ganz zu den extremen Witterungsbedingungen unseres Tales passt. Im Februar 1991 betrug die gemessene Temperatur minus 52.5° Celsius!
Die Muota durchbricht in tief eingeschnittenen Schluchten die Kalkschichten: Beim Herrgottstutz, am Eingang zum Bisistal, die Falte der Axendecke; im Schlattli, bei der Stoosbahn, die Druesbergdecke. Einen weiteren Durchbruch durch die Axendecke haben wir durch den Hürenbach vom Liplisbüel ins Hürithal.
Das Oberwasser wird vom EBS auf mehreren Stufen für die Elektrizitätsgewinnung genutzt. Das "Eigenwerk" wurde 1952 von einigen Visionären unter hohen Risiken ins Leben gerufen und später zur Erfolgsgeschichte.




