Interessante Bauten und Sehenswürdigkeiten

Auf dem riesigen Gemeindegebiet haben hunderte von Wüstungen – das heisst abgegangene Siedlungsplätze – die Zeit überdauert. Es sind Mauerreste und Male in der Landschaft, im Tal und auf den Alpen, die von der nomadisierenden Hirtenkultur des Mittelalters zeugen und oftmals kaum als solche erkannt werden.

Das ‚Altchloster’ – die alte Klosterkirche – ist wohl das älteste noch erhaltene Bauwerk der Gemeinde Muotathal. Die Weiheurkunde stammt aus dem Jahr 1347 und bezeugt somit einen in der Grundstruktur spätromanischen Bau. Die Kirche wurde in ihrer Geschichte mehrmals umgebaut und ergänzt. Die dicken, schrägen Mauern und das Unregelmässige vermitteln dem ehrwürdigen Gebäude etwas Einzigartiges und gleichzeitig Modernes.

Das Frauenkloster ist älter als die Eid-genossenschaft. Im Jahr 1288 schloss sich die dortige Frauengemeinschaft dem Fran-ziskanerorden an. Im 16. Jahrhundert starb das Kloster für 60 Jahre aus. Zwischen 1684 und 1693 wurde die heutige Klosteranlage gebaut. In den kriegerischen Jahren 1798/99 beherbergte das Kloster hunderte von Gesunden und Verletzten, war offen für Freund und Feind. Auch General Suworow beanspruchte dieses Gastrecht.

Die Pfarrkirche, welche den Heiligen Sigismund und Walburga geweiht ist, wurde zwischen 1786 und 1793 erbaut. Sie ist eine der letzten und schönsten Barockkirchen in der Innerschweiz. Im Kirchenschatz befindet sich auch ein karolingisches Kästchen. Die Kirchenrestauration im Jahr 2003 hat alten Glanz und eine grosse Farbenpracht ans Licht befördert. 

Im Muotatal stehen noch einige alte Bauern-häuser, die von einem einheitlichen Baustil vergangener Zeiten zeugen. Typisch für diese Blockbauten sind unter anderem die Klebdächer und Lauben, sowie die Ausrichtung der Giebel nach Süden. Generell kann gesagt werden, dass die flachen ‚Tätschhäuser’ älter sind als die mehrstöckigen Holzhäuser mit Steildach. Neben den Kirchen stellen diese Bauten den grössten kulturellen Schatz unserer Gemeinde dar. 

Das Hôtel des Grottes ist Zeuge einer hundert Jahre zurückliegenden touristischen Euphorie. Es sollte die Besucher des Hölloch zum Verweilen animieren und den Einheimischen Arbeit und Verdienst bringen. Leider blieben die Gäste aus und das noble Hotel diente dann jahrelang als Kleiderbügelfabrik. Das Haus befindet sich in Privatbesitz.

Am Weg zum Pragelpass liegt der Bödmerenwald, ein primärer, subalpiner Fichtenwald, der in seinem Kernbereich die Kriterien eines Urwaldes erfüllt. Eine grossartige Vielfalt an Tier-und Pflanzengemeinschaften bereichert den Wald und macht ihn einzigartig. Schon mehrfach stand der Wald im Zentrum von Forschung und Öffentlichkeit. Das Waldgebiet ist Teil des eidgenössischen Jagdbanngebietes, kann aber auf den offiziellen Wanderwegen begangen und erlebt werden.

 

Unter dem Karstgebiet der Bödmeren-Silbern-Twärenen-Charetalp hat sich in Millionen von Jahren eine der grössten Höhlen der Erde entwickelt: Das Hölloch. In der gut hundertjährigen Entdeckungsgeschichte konnten bisher rund 190 km vermessen werden und noch immer ist das Ende der Höhle nicht abzusehen. Das Erlebnis Hölloch ist einmalig und beeindruckt immer wieder. 

Dies sind nur einige Besonderheiten des Muotatals, wer sich auf Erkundung begibt, entdeckt noch viele andere mehr.

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